Sonntag, 10. Februar 2019

Langer Atem für Recycling-Projekt

Über den Start unseres Recycling-Projektes berichtete ich bereits im September ausführlich. Mit „deutscher Power“ sind wir damals ins Projekt gestartet …. Anna und ich waren gerade erst angekommen. Um uns herum begeisterte Kinder und die Idee aus alten Plastikflaschen eine Flaschenmauer zu bauen. 
„Wir brauchen 150 mit Müll gefüllte Flaschen“. Das war damals unser gesetztes Ziel. Um die Motivation zu steigern wurde ein Preis für den „Flaschenkönig“ in Aussicht gestellt. Wer befüllt die meisten Flaschen? Die Jagd auf Plastikmüll begann, kein Papierchen lag mehr auf dem Boden. 
Aber dann folgte der Generalstreik. Der Unterricht fiel aus und wir hofften, dass die Kinder auch zu Hause weiterhin fleißig sammelten. Leider ist seitdem die Motivation der Kinder auf ein Minimum gesunken. 😞 Doch wir halten am Projekt fest. Regelmäßig besuchen wir unseren kleinen Supermarkt im Dorf, denn der ist unser größter Kunststoffmüll- und Flaschenlieferant.


So wurde es möglich, dass wir in den Ferien zusammen mit meiner treuen Gastschwester auf insgesamt 100 gestopfte Flaschen kamen.


Riesige Säcke, gefüllt mit Kunststoffabfällen verschwinden stark verdichtet in den kleinen Flaschen. 
Britani, unsere "Tüten-Prinzessin“

Neue Vorschläge wurden in den Raum geworfen …. anstatt Mauer vielleicht doch besser eine Sitzbank für den Fußballplatz? Oder noch mehr Flaschen für ein viel größeres Projekt? Es bleibt spannend!
In Costa Rica hat man „ZEIT“ zur Verwirklichung, kreative Ideen gibt’s reichlich …. 
Bei einem unserer letzten Ausflüge an der Pazifikküste trafen wir auf eine interessante ältere Dame, die beruflich als Hosteltesterin unterwegs war. Als sie von unserem Recycling-Projekt hörte, zeigte sie uns wie sie sich vor Dieben schützt, die mit Scannern im Vorbeigehen Kreditkarten auslesen. Sie bastelt Geldbörsen aus alten Getränkekartons, die innen mit Alu beschichtet sind. Eine geniale Idee, denn Metallfolien blocken Eingangssignale von Lesegeräten. 
Eigentlich wollte ich diese Idee zusammen mit den Kindern verwirklichen, aber vielleicht übernehmen das die nächsten Freiwilligen, die gerade meinen Blog lesen und schon in den Startlöchern stehen. Viel Spaß dabei! 😄
Wie es ausschaut werde ich auch beim Fertigstellen des Flaschen-Projektes nicht mehr dabei sein. Aber Nicole ist noch bis März hier, ich halte Kontakt und werde Euch das Ergebnis im Blog präsentieren. 👍
PURA VIDA!

Donnerstag, 7. Februar 2019

Schulbeginn 2019 mit Eis und Kuchen gefeiert



„Willkommen in der Schule“

Alle freuten sich auf den Schulbeginn. Schließlich war sehr lange kein Unterricht mehr. 
Im neuen Schuljahr besuchen 16 Kinder die Schule in Esterones. Ein Mädchen ist neu hinzugekommen, sie ist die einzige in der ersten Klasse. Weitere Schüler sind in der 3. und 4. Klasse sowie in der 6. Klasse. 
Nach der Begrüßung und der neuen Sitzplatzverteilung wurde der Lernstoff des neuen Schuljahres besprochen. Bevor mit neuem Stoff begonnen wird, muss das Versäumte der vergangenen Monate grob nachgeholt werden.
Außerdem stellte die Schulleiterin wichtige Regeln, Normen und Werte für ein gutes Miteinander vor.
Anschließend durften die Kinder ein Bild über ihre Ferienerlebnisse malen. Es entstanden Ferienbilder vom Vater und Sohn-Angeln am Meer, 🎣 vom Strandbesuch mit der ganzen Familie ⛱ und auch vom Schwimmen im Schwimmbad. 🏊 Schwimmbad ist hier etwas ganz Besonderes. Die Möglichkeit hat man nur, wenn man jemanden kennt, der eine Ferienwohnung vermietet.  
Nicole und ich waren am ersten Schultag mit administrativen Aufgaben beschäftigt. Unter anderem beklebten wir bildhaftes Unterrichts- und Dekorationsmaterial mit Folie um damit vor Schmutz und Feuchtigkeit zu schützen.
Und dann war auch schon Frühstückszeit …. Ihr werdet´s nicht glauben, es gab doch tatsächlich leckeres Eis! Buntes Milcheis aus riesigen Pappeimern! 🍨
…. ganz schnell war´s dann elf Uhr, Zeit zum Mittagessen. Unsere Schulköchin Dayana hatte für den ersten Schultag Reis mit Fleisch und Bohnenpaste zubereitet. 🍚
Aber damit nicht genug, zur Feier des Tages gab es einen „Willkommenskuchen“. Den haben wir dann noch als Nachtisch gegessen. 🍰
Voll gestopft rollten wir uns schon bald nach Hause. 
So macht Schule Spaß! PURA VIDA! 😍

Dienstag, 5. Februar 2019

Freiwilligenprojekt Sport- und Spielfest

Ende Januar startete unser großes Ferienprojekt! Schon eine Woche zuvor planten wir die Veranstaltung.
Da wir deutsche Spiele wie: „Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?“, „Wattebausch-Spiel“, „Wasserbecherlauf“, „Menschenpyramide“ und „Ketten fangen“ spielen wollten, beschlossen wir zunächst alle Spielregeln schriftlich ins Spanische zu übersetzen. Das war gut so, denn das schwierigste am Spiel ist wie immer das Vermitteln der Spielregeln.

Übersetzung - Eine gute Stütze
Zwecks besserer Planung starteten wir über die Schul-Whatsapp-Gruppe meiner Gastmutter einen Aufruf zum Sport- und Spielfest. Geladen wurden alle Schüler, Geschwister und Freunde. Außer unseren Gasteltern meldeten fünf weitere Eltern ihre Kinder an.
Daraufhin besorgten wir für zehn Kinder die entsprechende Verpflegung. Kleine Geschenke für die Preisverleihung gab´s von „First Hand“, die Kinder durften sich zum Schulstart auf Stifte, Radiergummi, Spitzer & Co freuen. 
Und dann kam er, der Tag des Sport- und Spielfestes. Anna, Nicole und ich freuten uns riesig auf unser eigenes Projekt mit den Kindern. Gegen 14:30 Uhr trafen wir, zusammen mit unseren Gastgeschwistern, die Vorbereitungen im Salón Comunal (Dorfgemeinschaftshaus). Bei Temperaturen von gefühlten 40°C zogen wir diesen Ort sehr gerne dem sonnigen Fußballplatz vor.
Da man in Costa Rica immer mit einer halben Stunde Verspätung rechnen muss, erwarteten wir die anderen fünf Kinder nicht vor 15:00 Uhr. ⏰

Wir warteten und warteten ….
Tatsächlich blieb unser Warten erfolglos. Sehr enttäuscht mussten wir feststellen, dass die Kinder einfach nicht zum Sportfest geschickt wurden.
Ich erinnerte mich wieder an das erste Infopaket meiner Organisation: 
"Habt nicht zu große Erwartungen, seid für alles offen, die Teilnehmerzahl und Motivation der Kinder schwankt …. und doch wird es nicht so sein, wie ihr es euch vorgestellt habt!"
Aber die Kinder wären doch gerne gekommen? Hatten die Eltern unser Fest vergessen? Wieso? Sind Sportfeste nicht erwünscht? Liegt es am Ruf der Freiwilligen? 
PURA VIDA!
Hier galt es nicht weiter drüber nachzudenken, sondern das Sportfest zusammen mit unseren fünf Gastgeschwistern zu genießen. Und das taten wir! 😍
Ganz besonders viel Spaß hatten alle beim Spiel „Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?“ Anna, Nicole und ich waren voll dabei, schließlich wurden bei diesem Spiel unsere eigenen Kindheitserinnerungen geweckt …. und die besondere Tonlage „FISCHER, FISCHER, WIE TIEF IST DAS WASSER?, die blieb auch im Spanischen erhalten. 



Wattebausch-Spiel


Wasserbecherlauf
Auch von innen durfte die Flüssigkeit nicht fehlen, deshalb freuten sich die Kinder besonders auf die Pausen bei süßen Getränken, Keksen und Musik. 🍪

Kekspause


Preisverleihung
Da Yefri, als einziger Junge, große Lust auf Fußball hatte, blieb ein Spiel mit ihm nicht aus. Voller Stolz flitzte er raus auf den Fußballplatz und war sichtlich erfreut darüber, dass ich einige Tore hinnehmen musste. 

Viel zu schnell setzte die Dämmerung ein und ein schöner Nachmittag neigte sich dem Ende zu. Froh darüber unsere kleinen Geschwister glücklich gemacht zu haben, konnten wir alle gemeinsam zufrieden nach Hause gehen. 🏠


Mittwoch, 23. Januar 2019

Ratte beendet Aufenthalt in Tortuguero

Nach der Kakaotour wurde es auch schon bald dunkel. Den Abend verbrachten wir mit Keksen 🍪 und guter Musik 📻 auf unserem Zimmer bis uns irgendwann der Schlaf einholte. Doch der sollte nicht lange andauern …. 

 

Noch vor Sonnenaufgang wurde Anna wach, weil sie ein Geräusch hörte. Sie wollte niemanden wecken und setzte sich leise aufs Bett um ihr Handylicht 📱einzuschalten. Genau in  diesem Moment sprang ich auch schon laut schreiend auf ihr Doppelbett. Anna, wahrscheinlich genauso erschrocken wie ich, schrie jetzt auch. Lea wurde wach und verstand die Welt nicht mehr….

Was war passiert??? Ein Alptraum war es jedenfalls nicht. 

Es war dunkel, ich habe nichts gesehen, sondern nur gefühlt. Ja, ich fühlte wie ein schweres, felliges Wesen auf meine Brust hüpfte. Schlagartig wurde ich hellwach und sprang schutzsuchend ins nächste Bett.
Anna sah die Ratte noch wegflitzen. 🐀 Als wir schließlich Mut fassten und das Zimmerlicht anmachten, sahen wir im Bad die Bescherung. Die „Monsterratte“ hatte sich doch glatt einen unserer Kekse geklaut und ihn bis zum Duschabfluss geschleppt. Dort lag er angebissen neben einem Haufen Haare, die die Ratte wohl beim Auftauchen aus dem Duschabfluss mitgebracht hatte. Wir verständigten sofort die Besitzer des Hostels, sie suchten nach der Ratte, doch die war schon längst über alle Berge.

Das war dann auch unsere letzte Nacht in Tortuguero. Schade, aber auf eine weitere Nacht hatten wir keine Lust mehr und beschlossen einen Tag früher abzureisen.

Mittlerweile kann ich drüber lachen und hoffe, dass sich die Ratte wenigstens geduscht  🚿 hat bevor sie auf mich sprang. 😂

 

Fazit: Reise niemals ohne Moskitonetz und verschließe deine Kekse immer in feste Dosen! 🍪

Selbstgemachte Schokolade in Tortuguero

Direkt nach der Krokodil-Tour verabschiedeten wir uns von Jacó. Nach einer ruhigen Nacht in unserem Stamm-Hostel in San José waren wir fit für das nächste Abenteuer „Nationalpark Tortuguero“.

Tortuguero (übersetzt: Ort an den die Schildkröten kommen)

Jacó - San José (Strecke 103 km, Busfahrzeit 2 Stunden)
San José - Tortuguero (Strecke 124 km, Gesamtfahrzeit 6,5 Stunden) 


Für die abenteuerliche Anfahrt mussten wir viel Zeit lassen. Nach knapp drei Stunden Busfahrt erreichten wir Cariari. 🚌 Von dort ging´s mit einem Shuttlebus für eine gute Stunde (ca. 20 km) weiter bis nach La Pavona. Ab hier waren wir auf Wasserfahrzeuge angewiesen, denn das kleine Dörfchen Tortuguero ist nur über einen Fluss zu erreichen. 🚤

Unser Bootsticket (4,40€) hatten wir bereits in Cariari zusammen mit dem Shuttlebusticket (2,20€) gekauft. Das war nicht die schlechteste Wahl, denn ich hörte später von Preisen bis zu 60 USD für die Wasserfahrt nach Tortuguero. Ob das am Angebot und der Nachfrage oder an der „Geschäftstüchtigkeit“ der Ticos liegt, darüber lässt sich streiten. Wer in Costa Rica Verkehrsmittel nutzen möchte, tut gut daran sich vorher genau zu informieren. 💻

An der Wasserhaltestelle erwarteten uns Personen- und Gepäckboote zur Überfahrt nach Tortuguero. Braunes Flusswasser und klitschiger Boden ließen auf viel Regen schließen. Ich war sehr gespannt auf die Fahrt durch den Regenwald, die je nach Wasserstand zwischen ein und zwei Stunden dauern sollte. 

Nachdem alle ihr Plätzchen gefunden hatten setzte sich das Boot langsam in Bewegung ….

 

Etwa 90 Minuten fuhren wir durch die weit verzweigte Kanal- und Lagunenlandschaft des Regenwaldes. Natur pur! Überall Pflanzen und saftige Farben. Ich genoss diese Fahrt in vollen Zügen, so viel wie möglich wollte ich von dieser wunderbaren Pflanzen- und Tierwelt „aufsaugen“.  Dabei freute ich mich sogar über all die gut getarnten Tiere, die mir im schnellen Vorbeifahren wohl gerade entgangen waren. 😊

 

 

Zur Mittagszeit nahmen wir Kurs auf unser Hostel. 🏠 Die Unterkunft befindet sich direkt am Ufer des Flusses mitten im alten Dorf Tortuguero, welches erst im Jahr 1930 von kolumbianischen Einwanderern gegründet wurde. 

 
Tortuguero Hostel & Backpackers

Das Dorf liegt auf dem schmalen Landstreifen zwischen dem karibischen Strand und dem breiten Urwaldfluss. Die etwa 1200 Einwohner leben hauptsächlich vom Tourismus. Der Ort wächst rasant, es wird überall gebaut und jeder Sandweg wird wohl schon bald betoniert sein ….

 

Tortuguero ist die feuchteste Gegend Costa Ricas. Da es an der Karibikküste keine Trocken- oder Regenzeit gibt, ist das ganze Jahr über mit Regen zu rechnen und den hatten wir ….  ☔ Am nächsten Morgen erinnerte mich mein Strandbesuch an die Nordsee, denn der dunkle Himmel und die tosende Brandung ließen kein richtiges Karibik-Feeling aufkommen.

 

Für den Nachmittag buchten wir eine zweieinhalbstündige Kakao-Tour (20USD) bei „Casa Cecropia“. Eine geniales Schokoladenerlebnis und eine „Exklusivtour“, Anna, Lea und ich waren die einzigen Gäste. Jetzt war mir das Regenwetter egal, denn ich durfte mir die Zeit mit selbst gemachter Schokolade versüßen. 🍫

 

Zunächst führte uns die sachkundige Besitzerin Claire durch einen Garten mit Kakaobäumen. Hier hatten wir die Möglichkeit das gesamte Stadium von der Blüte bis zur reifen Frucht zu sehen. Später lutschte ich eine der klitschigen Kakaobohnen, die mit schleimigem Fruchtfleisch umgeben sind. Ich war überrascht von dem frischen und süßen Geschmack, doch hätte ich besser nicht auf die bittere Bohne gebissen …. 😬

 

Während wir vieles über die 3800-jährige Geschichte der goldenen Kakaobohnen, ihre Verwendung als Währung und ihre heiligen Eigenschaften erfuhren, rochen wir das herrliche Aroma der röstenden Kakaobohnen. 
Wir lernten alle Verarbeitungsprozesse von der Fermentierung über die Trocknung und Röstung bis hin zur Herstellung der Kakaomasse kennen. Wir rieben die Bohnen über einen Stein und waren sehr erstaunt, wie ölhaltig die Masse doch ist.


Wir stellten „Urkakao“ her. Gewürzt mit Vanille, Chili und einem pflanzlichen Farbstoff (Annatto) schmeckte der allerdings nicht gerade berauschend. Aber unsere Weiterentwicklung mit Zucker und Zimt, die war sehr lecker! 😋 

Schon die Azteken mischten dem Urkakao den pflanzlichen Farbstoff Annatto bei, um ihm eine ansprechendere Farbe zu verleihen. 

 
Kapselfrucht mit orangerot färbendem Annattosamen 

Ja, und dann wurden wir über die Geheimnisse der Schokoladenherstellung eingeweiht. Wir experimentierten mit Aromen und verarbeiteten die Kakaobohne nach alten Techniken bis zur fertigen Schokolade. 

Meine selbst gemachten Schokoladenpralinen waren ein ganz besonderes Geschmackserlebnis! 😋





Sonntag, 20. Januar 2019

Krokodile fünf Meter lang

Als ich gerade mal ein paar Tage hier war und am frühen Morgen meinen Fensterladen öffnete, traute ich meinen Augen nicht. Da marschierte doch tatsächlich ein Krokodil vorbei! Es regnete und das Tier war auf dem Weg zum nahegelegenen Fluss, der uns während der Regenzeit den direkten Weg nach Samara versperrt. Damals dachte ich, dass ich Krokodile wohl jeden Tag sehen werde. Das war allerdings nicht der Fall, denn es blieb für 2018 bei dieser einen Begegnung. 🐊



Aber ich hörte von den Krokodil-Flusstouren auf dem Fluss Tárcoles bei Jacó. Der Reiz einen der größten wildlebenden Krokodilbestände der Welt zu beobachten, weckte mein Interesse. Also wurde Jacó der Ort des nächsten Quartiers von Anna, Lea und mir.

Samará - Jacó
(Strecke 211 km, Fahrzeit 5 Stunden mit Umsteigen in Puntarenas)

Jacó ist ein für Costa Rica eher untypischer Urlaubsort. Schon von weitem sind die Hochhäuser der „amerikanischen Party-Stadt“ zu erkennen. Neben einem 4 km langen Strand bietet die Stadt unzählige Bars und Restaurants, die bis tief in die Nacht geöffnet haben. An jeder Ecke wird das Leben gefeiert und an Schlaf ist nicht zu denken. So auch in unserem Hostel, unaufhörlich vibrierte mein Bett bis es wieder hell wurde. 🎉


Sehr müde starteten wir in den neuen Tag als wir mit dem Shuttlebus von „Jose´s Crocodile-River-Tour“ ins 30 Minuten entfernte Fischerdorf Tárcoles gebracht wurden. Hier, an der Stelle wo der 111 km lange Fluss Tárcoles in den Golf von Nicoya mündet, begann unsere zweistündige Flusstour (50 USD pro Person) im 40 Personen Boot. 🚤


Es dauerte nicht lange bis die erste Schnauze eines riesigen Krokodils aus dem Wasser ragte. Furchterregend wirkten die starren Augen, die uns genau im Blick hatten. 👀



Als eine schuppige, fünf Meter lange Bestie sich dem Land näherte wurde uns schon bald klar, dass das nicht irgendein Krokodil war. Unser Bootsführer wusste genau auf was er sich einließ als er kurz drauf an Land sprang, das Tier beim Namen nannte und ihm einen Happen Fleisch 🍖 vors Maul hielt. Aber das Krokodil hatte nicht viel Hunger, zu viele Boote waren auf dem Fluss unterwegs … 






Auf dem Weg durch das Mangroven-Kanalsystem gab es in den Bäumen und Sträuchern entlang des Flussufers eine Fülle wunderschöner exotischer Vögel zu sehen. 🐦


Neben Reihern und Fischadlern, die sicherlich auch auf das ein oder andere Stück Huhn lauerten, sah ich auch prächtige Fregattvögel, Pelikane und Rosalöffler mit ihrem stark abgerundeten Schnabel. Am Fluss Tárcoles leben über 50 verschiedene Vogelarten.


Rosalöffler - Mangrovenbussard - Silberreiher 

Ich beobachtete aber auch die unbelehrbaren „Touris“ in unserem Boot. Sobald unser Bootsführer eine weitere Vogelart entdeckte, huschte die ganze Mannschaft auf die entsprechende Bootsseite um das beste Foto zu machen. Das war nicht ganz ungefährlich, denn das Boot schwankte dabei so sehr, dass die Krokodile „HALLO“ sagen konnten. Dem Bootsführer gefiel das gar nicht, doch mit seiner Aufforderung sitzen zu bleiben blieb er erfolglos.





Während unserer Bootstour zog eine beeindruckende Landschaft an uns vorüber. Neben dichten Mangrovenwaldkanälen bewunderten wir grün bedeckte Berge inmitten einer spektakulären Regenwaldlandschaft. 🌴